Booking

Neben Bildungsangeboten und Kunst ist auf dem Calluna Festival auch Musik ein elementarer Bestandteil. Sie soll Freude bereiten, die Menschen zum Tanzen bringen und verbinden. Sie soll aber auch Teil unseres Nachhaltigkeitsbegriffs sein. So sehr Musik in der Lage ist, uns in andere Sphären zu tragen, wollen wir nicht vergessen, wo wir gerade stehen: in einer gesellschaftspolitisch mehr als angeschlagenen Lage. Deswegen unterliegt das Booking des Calluna Festivals verschiedenen Parametern.

Uns ist wichtig, dass keine unnötigen Emissionen bei der An- und Abreise produziert werden. Daher buchen wir grundsätzlich nur Künstler:innen, die eine nicht mehrere hundert Kilometer weite Anreise haben. Der Fokus auf regionalen Künstler:innen beruht dabei aber nicht nur auf einer ökologischen Perspektive. Viel mehr möchten wir gezielt Menschen aus der Region fördern. Insbesondere auch solche, die (noch) nicht regelmäßig auf den großen Bühnen stehen. Wir wollen so zu eine kulturellen Nachhaltigkeit in der Region beitragen, aber auch die Vernetzung der Künstler:innen untereinander unterstützen.

Ein weiterer Aspekt, der uns am Herzen liegt, ist die Repräsentation von Geschlechtern auf Bühnen. Man muss nicht weit schauen, um festzustellen, dass diese vornehmend von cis-Männern bespielt werden. Um dem entgegenzuwirken, ist unser Ziel, gleichermaßen männlich und weiblich gelesene Menschen für Auftritte bei uns zu gewinnen. Dabei müssen aber auch wir immer wieder feststellen, dass dieses Vorhaben nicht all zu leicht umzusetzen ist. So werden zum Beispiel deutlich mehr Solo-Künstlerinnen bei Live-Konzerten auch von männlich gelesenen Mitmusikern begleitet als andersherum.

Eine Möglichkeit, für einen gefühlten Ausgleich zu sorgen, ist das Booking für die nächtliche Stage. Da DJs normalerweise ohne Begleitung auftreten, bemühen wir uns hier besonders um weiblich gelesene Acts. Abseits der elektronischen Musik lässt sich vermehrt auf Live-Musik auf dem Calluna finden. Allerdings verstehen wir uns nicht als Genre-Festival, sondern möchten breitgefächert auftreten. So sind zum Beispiel Hip-Hop-, Pop- oder Punk-Acts keine Ausnahme. Und auch Künstler:innen jenseits typischer Hörgewohnheiten junger Menschen finden bei uns einen Platz. So hoffen wir zu einem Festival-Erlebnis sorgen zu können, dass nachhält.